Haus Sonnenberg

Von 1939 bis zu seinem Tod 1990 bewohnte Peter Mieg das Haus „Sonnenberg“ am Lenzburger Schlosshügel , anschliessend bis 2019 war es Sitz der Peter Mieg-Stiftung. Die ehemalige Landweibelei, wurde um 1770 erbaut. Es ist ein Berner Landhaus mit Stichbogenfenstern und breit vorkragendem Walmdach. Die Terrassenanbauten stammen aus dem 19. bzw. dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts stand im rechten Winkel zum Wohnhaus zudem eine grosse Scheune, von der heute nur noch die Unterkellerung mit der Jahrzahl 1797 erhalten ist. Darüber befindet sich eine kiesbedeckte Terrassenanlage mit einer kleinen Balustrade aus Sandstein und einer Treppe zum tiefer gelegenen Teil des Gartens. Nur wenige historische Daten sind über den Sonnenberg bekannt, vieles weiss man nicht: nicht wann genau und von wem das Haus erbaut wurde, in dem Peter Mieg über 50 Jahre gelebt und gearbeitet hat. 

 
 

Nach dem Tod seiner Mutter zogen er und sein Vater 1939 an die Schlossgasse. Sie mieteten von der Besitzerin, der Witwe Pauline Dürst Eichenberger, das Parterre und zwei Zimmer unter dem Dach. Am Anfang bewohnte Peter diese beiden Mansarden, später zügelte auch er nach unten und residierte bis zu seinem Tod 1990 in den altmodisch ehrwürdigen Räumen, immer umhegt von einer Haushälterin, die den koch und putzunkundigen Jungesellen nicht untergehen liess.  Die Räumlichkeiten sind lange unverändert geblieben. In ihrer Einrichtung repräsentierten sie das kulturbewusste Bürgertum zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Gleichzeitig widerspiegelten die einzelnen Räume in ihrer auserlesenen Farbigkeit das persönliche ästhetische Empfinden des Künstlers und vermittelten einen Eindruck seines Lebensstils. (Fotos: Andreas Fahrni)

 
 

Der Garten 

So wenig wir auch über seine Geschichte wissen, so ist der Garten des Sonnenbergs doch in seiner historischen Substanz erhalten. Er ist in drei Bereiche gegliedert. Auf der Westseite beim Eingang findet sich ein Kiesplatz mit einem von Fröschen bewohnten Springbrunnen. Auf der andern Seite des Hauses liegt der Kiesplatz, auf dem im Sommer Oleander, Granatäpfel, Clivien und Agapanthus in Kübeln stehen. Der wichtigste Teil und eigentliche Garten liegt dazwischen auf der Südseite des Hauses. Eine grosszügige Kiesfläche trennt den leicht abfallenden Staudengarten mit Sommerflor und Rosenbeeten vom Gebäude. Den Mittelpunkt bildet eine Brunnenanlage aus Muschelkalk, die von zwei Treppen symmetrisch eingefasst und von einer Traueresche überschattet wird. Die beiden Treppen und die schwungvoll angelegten Kieswege mit Kalksteineinfassungen führen von Rosengirlanden begleitet zum Gartenpavillon. Beat Hanselmann

 

 
Zur Zeit wird die Liegenschaft von privater Hand für weitere kulturelle Nutzungen angemessen saniert. 

Zur Zeit wird die Liegenschaft von privater Hand für weitere kulturelle Nutzungen angemessen saniert.